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Interkultureller Festkalender 2007 bis 2008

Symbolik der Blumen - Butea monosperma - Palasabaum

andere Namen: Tesu, Palash or Dhak, Palasa, Butea frondosa, monosperma, Legno bastardo; Parrot, bastard Teak; Palasbaum (Deutsch), Palasa (Sanskrit).

Die Blüten des Tesu (Palasa) werden über Nacht in Wasser gelegt und färben dieses rot. Das Wasser wird dann anstatt der Farben verwendet und weiter verarbeitet. Zusammen mit Aluminiumsalz wird es orange, mit Tin wird es gelb und terracotta farben mit Chrom und mit Eisen brau-Oliv farben

Die "Flamme des Waldes", wie diese Pflanze auch genannt wird ist die Quelle für die Farben, die bei dem hinduistischen farbenprächtigen Holi-Fest verwendet werden und der Legende nach hat Krishna mit den Blüten dieses Baumes zu Holi gespielt. Palasa (Butea) haben beide im Februar und März ihre Blütezeit. Der Butea monosperma hat schiffchenförmige orangerote Blüten.

Mythologie des Palasabaums

aus: Gandhi, Maneka: Brahmas Haar: die Mythologie der indischen Pflanzenwelt, Frankfurt a. M.: Brandes & Apsel; Wien: Südwind 1995

Titel: Die zwei Liebenden (Eine Legende des Koraput-Stammes)

Vor langer, langer Zeit hatten die Stämme der Pengu, der Muria und der Bhattra einen Häuptling namens Chaitru Bhattra. Chaitru verheiratete seine Tochter gegen ihren Willen. Bald nach der Hochzeit verliebte sie sich in einen dunkelhäutigen, hübschen Muriajüngling und traf ihn heimlich. Dorfbewohner entdeckten das Paar und verrieten dem Gatten das heimliche Stelldichein seiner Frau. Der Gatte wollte sich selbst überzeugen und stellte seiner Frau eine Falle.

Eines Tages sagte er zu Chaitru Bhattras Tochter: "Frau, ich besuche meine Schwester im Nachbardorf. In ein paar Tagen werde ich zurückkehren." Ein aufleuchtendes Lächeln im Gesicht seiner Frau schien er zu übersehen. Er packte seine Reisekleidung, nahm seinen Stock und ging davon.

Aber er wanderte nur bis zum Wald. Dort versteckte er sich tagsüber und kehrte nachts nach Hause zurück. Als er sein Haus betrat, entdeckte er dort den jungen Muria. Wutentbrannt schlug er das Paar mit seinem Stock, bis beide tot waren. Dann trug er ihre Leichen in den Wald und verscharrte sie. Die Blutspuren der Erschlagenen vereinten sich in einem breit dahinfließenden Strom, der in der Erde versickerte. Er befruchtete den Boden an dieser Stelle, und ein Baum wuchs allmählich heran. Er blühte in zwei Farben: Rote Blüten erinnerten an die junge Frau und schwarze an den Muriajüngling.

Dies war der erste Parsa oder Palasabaum.

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nach oben | 2002 - 2007 © Kerstin Probiesch - zuletzt geändert am 29. Juli 2005

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