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Interkultureller Festkalender 2007 bis 2008

Islamische Wallfahrt - Qum

Nach Meschhed ist Qum (auch Ghom geschrieben) der heiligste Ort der Schia.

In Qum befindet sich das Grab von Fatima al-Masumah, der Schwester des Imam Reza. Nach der Legende befand sich Fatima im Jahr 816 unserer Zeitrechnung auf dem Weg zu ihrem Bruder in Meschhed erkrankte jedoch schwer. Es gelang ihr Qum zu erreichen, wo sie jedoch verstarb.

Ihr Mausoleum wurde bereits kurz nach ihrem Tod ein beliebtes Pilgerziel. Angeblich soll Imam Reza auf die Frage, ob eine Pilgerreise zu dem Grab Fatimas einen religiösen Wert hat gesagt haben, dass jeder, der sich dorthin begiebt direkt in das Paradies einziehen wird.

In Qum sind außerdem drei Töchter des neunten Imam beerdigt.

Das große Mausoleum in Qum wurde 1221 von den Mongolen geplündert und prunkvoll im frühen 17. Jahrhundert von Schah Abbas I wieder aufgebaut. Hintergrund waren hier jedoch nicht nur religiöse Gründe, denn er wollte, dass die Pilger nicht nur Orte besuchen, die außerhalb seines Herrschaftsbereichs waren, denn Najaf und Kerbala, die wichtigsten Pilgerziele der Schiiten waren damals unter Ottomanischer Herrschaft. Schah Abbas I war ein großer Förderer der Wallfahrtsorte Meschhed und Qum.

Bedenkt man, das ein Wallfahrtsziel nicht nur eine rein religiöse Bedeutung hat, sondern auch einen finanziellen Gewinn für die jeweilige Stadt bringt, sozusagen die älteste Form des Massentourismus darstellt ist das Protegieren eines Wallfahrtsortes, wie in diesem Fall, nur zu verständlich.

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nach oben | 2002 - 2007 © Kerstin Probiesch - zuletzt geändert am 29. Juli 2005

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