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Interkultureller Festkalender 2007 bis 2008

Christliche Feste: Weihnacht

Weihnacht als christliches Fest wird seit dem 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung gefeiert. Auf den 25. Dezember wurde es 354 von Papst Liberius gelegt. 813 bestimmte die Mainzer Synode die Dauer dieses Festes auf vier Tage. Spätestens seit dem 6. Jahrhundert unserer Zeitrechnung ist Weihnachten das dritte christliche Hochfest und in den folgenden Jahrhunderten wurde der Festkreis ausgestaltet.

Weihnacht beginnt im Prinzip mit dem Heiligabend und dort am Sonnenuntergang. Die christlichen Gottesdienst als Weihnachtsgottesdienst sollte Mitternacht zeitlich "berühren". Die verwendete liturgische Farbe der katholischen Kirche, während der Adventszeit violett, ist nun weiß.

Der 24. Dezember war im übrigen früher ein Gedenktag für Adam und Eva.

Weihnachten ist die Menschwerdung Gottes. Verbunden wird diese Vorstellung durch die immergrüne Natur (Weihnachtsbaum) und der Lichtsymbolik (Kerzen). Die Geburt Jesus auf den 25. Dezember zu legen war vermutlich eine religionspolitische Entscheidung, denn 274 wurde von Kaiser Aurelius das Geburtsfest des unbesiegten Sonnengottes Mithras auf diesen Termin gelegt.

Mithras und Aion

Mithras, ein indo-europäischer Gott, ist seit dem 14. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bekannt. Im Römischen Reich wurde er vor allem vom 1. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bis zum 5. Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung verehrt. Mithras ist ein Licht- und Sonnengott, der gegen die Finsternis kämpft und sowohl in der Veden als auch im Avesta erwähnt wird. Seine Verbreitung geschah vor allem durch die Soldaten des Römischen Reiches.

Eine Parallele hinsichtlich dieser religionspolitischen Entscheidung ist die der orientalischen Ostkirchen. Hier blieb der 6. Januar als Termin bis in das 6. Jahrhundert erhalten. Hintergrund ist hier, dass in diesen Regionen an diesem Tag der Geburtstag des Sonnengottes Aion gefeiert wurde.

Das Wort Aion stammt aus dem griechischen und bedeutet Ewigkeit. Aion ist der Herr der Zeit und seine Geburt wurde in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar gefeiert. Seine Mutter ist die jungfräuliche Göttin Kore, die Tochter der Demeter. Seine Geburt ist zugleich Neujahrs- und Sonnenfest.

Mithras ebenso wie Aion stehen in Verbindung mit dem Sonnenlicht bzw. der Lichtsymbolik allgemein und so war man bestrebt diese beiden vorchristlichen Feste durch die Geburt des "Lichtes der Welt" zu ersetzen. Lediglich in der armenischen Kirche wird die Geburt des Jesus bis heute am 6. Januar gefeiert.

Weihnachtsbrauchtum: Die Weihnachtskrippe

Weihnachtskrippe ist die Bezeichnung für die Abbildung der Geburt Jesus nach dem Lukasevangelium. Eine Weihnachtskrippe enthält also alle Elemente, wie in diesem Evangelium berichtet. Die Darstellung der Geburt Jesus in einem Stall wird im übrigen von den Ostkirchen nicht mitgetragen. Nach ostkirchlicher Vorstellung fand die Geburt des Jesus nämlich in einer Höhle statt.

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nach oben | 2002 - 2007 © Kerstin Probiesch - zuletzt geändert am 29. Juli 2005

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