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feste-der-religionen.de - Religiöse Feste, Feiertage und Gedenktage

Interkultureller Festkalender 2007 bis 2008

Christliche Feste: Buß - und Bettag

Trotz seiner Abschaffung als gesetzlicher Feiertag im Jahr 1995 ist der Buß- und Bettag immer noch ein wichtiger Bestandteil des protestantisch-christlichen Glaubens.

Im Unterschied zu den Gottesdiensten anderer Tage wird auf das fröhliche  Halleluja  verzichtet und viele Pfarrer und Gemeindemitglieder nutzen gerade den Buß- und Bettag, um zur Selbstbesinnung aufzurufen und auf gesellschaftliche Missstände hinzuweisen. Die liturgische Farbe des Buß- und Bettages ist violett.

Die Buß- und Bettage können auf die Römische Religion zurückgeführt werden; besondere Sühneopfer sollten die Götter gnädig stimmen. 1532 fand in Reaktion auf die Türkenkriege der erste protestantische Buß- und Bettag statt. Für das 16. und 17. Jahrhundert kann die große Anzahl der regionalen Buß- und Bettage schon fast inflationär genannt werden. So gab es beispielsweise 1878 in den deutschen Ländern insgesamt 47 Bußtage an 24 Terminen.

1852 wurde von der Eisenacher Konferenz erstmalig ein einheitlicher Buß- und Bettag vorgeschlagen, jedoch erst 1934 von der Evangelischen Kirche Deutschland eingeführt.

Durch den "Erlass des Führers und Reichskanzlers über den Bußtag" wurde er 1939 auf einen Sonntag verlegt und damit als gesetzlicher Feiertag faktisch abgeschafft.

Von 1981 bis 1995 war der Buß- und Bettag erneut gesetzlicher Feiertag in Deutschland, bevor er - mit Ausnahme von Sachsen - zugunsten der Finanzierung der Pflegeversicherung erneut abgeschafft wurde.

Links

Anno Santo
Göttinger Predigten im Internet
Predigtmaterial (aus 1999) und Hintergrund.
Volksentscheid
Materialien und Dokumentation des schleswig-holsteinischen Volksentscheids aus 1997.

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nach oben | 2002 - 2007 © Kerstin Probiesch - zuletzt geändert am 29. Juli 2005

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